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Sogliano

Die Sehenswuerdigkeiten

 

Die Kirchen von Sogliano bergen interessante Werke. Beginnen wir beim Oratorium  Santa Lucia, das im letzten Jahrhundert errichtet wurde: Es besitzt ein Gemälde  mit der Darstellung der Martyrerin aus Syrakus. Die Kritik rechnet es der  Bologneser Schule zu, vielleicht ist es von dem Maler Alessandro Guardassoni.  Gehen wir weiter zur Kirche della Pietà (der Beweinung) oder dello Spasimo (der  Pein): Ramberto der Philosoph liess 1518 das Gotteshaus erbauen, später, um  1845, wurde es umgebaut. Im Inneren konnte man unter anderem ein auf 1520  datiertes Gemälde mit der Beweinung der Madon¬na bewundern; heute ist die Kirche  geschlossen.

 

In der Kirche del Suffragio (der Fürbitte) an der Piazza Mazzini  wird ein Gemälde mit der Darstellung der thronenden Madonna aufbewahrt; das Kind  in ihrem Arm bietet dem kleinen HI. Johannes einen Kirschenzweig an. Zu Seiten  der Madonna zwei Heilige: Makarius und Rochus. Das mit dem Datum 8. Juni 1575  versehene Werk stammt von einem unbekannten Künstler. Dann ist das Kloster der  Augustinerinnen in der Via Pascoli zu erwähnen, das dadurch weithin bekannt  wurde, dass es nach der Tragödie, die die Familie Pascoli am 10. August 1867  heimsuchte, die Schwestern von Giovan¬ni Pascoli, Ida und Maria, als Zöglinge  aufnahm. Der Dichter verbrachte kurze Albschnitte in Sogliano, dem er Verse und  Gedichte widmete.

 

Der durchdringende Geruch des

 

Sogliano ist nunmehr in den großen Küchen italienischer und ausländischer  Restaurants für den Grubenkaese berühmt. Dieser einmalige und einzigartige Käse  entstand in der Zeit, als die bäuerliche Bevölkerung die landwirtschaftlichen  Produkte konservieren musste, damit sie auch den ganzen Winter über zur  Verfügung standen. Traditionellerweise brachte jeder Bauer vom 16. August bis in  die ersten Septembertage seinen Käse zum Reifen in die Gruben, um sie dann bei  der Öffnung der Gruben wenige Tage vor dem 25. November wieder herauszuholen.

 

Die Gruben sind flaschenfoermige Raume von 3 Metern Höhe und einem Durchmesser  von etwa 2 Metern, die in den Tuffstein der Wohngebiets von Sogliano gehauen  sind (die Gruben für die Produktion befinden sich nahe des Palazzo Marcosanti,  später Ripa genannt), wo einzigartige Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen  zusammen mit einem besonderen Sauerstoffgehalt die ideale Umgebung bilden für  den Prozess der Umwandlung des typischen Käses der Gegend in den Formaggio di  Fossa.

 

Spaziergänge und Umgebung

 

Für den, der die Spaziergänge in "verlassenen Nestern" liebt, ist Pietra  dell'Uso da. Es ist eine teilweise verlassene ländliche Ansiedlung, die auf  einer schmalen Klippe in der Nähe einer Engstelle des Flüsschens aufragt.  Bekannt ist es seit dem 12. Jh. Als Kastell, das den Bizinghi und der Abtei von  Montetiffi gehörte. Auf der Spitze des Felsens erheben sich die Kirche und die  Überreste des alten Kastells. Montetiffi (und seine Backformen) sind einen  Besuch wert. Der kleine mittelalterliche Ort steht auf einem majestätischen  Felsaufschluss. Hier hatte eine wichtige Benediktinerabtei ihren Sitz, deren  Erbauung sich auf das 11. Jh. zurückverfolgen.

 

Abtei und Dorf wurden im  Mittelalter von Befestigungsanlagen umschlossen, von denen noch Reste  existieren. Von der alten Abtei blieb nur die dem HI. Leonhard geweihte Kirche  auf dem Gipfel des Felsensporns übrig. Montetiffi ist heute noch bekannt für die  Herstellung der Formen, auf denen man das Fladenbrot, die Piadina (piada oder  pie), baeckt. In der Gegend gibt es noch zwei Handwerksbetriebe, die sich weiter  unter Verwendung archaischer Technik der Herstellung dieser Formen widmen. Die  romagnolische Piadina muss, um als solche zu gelten, in den Formen von  Montetiffi gebacken sein. Die Bearbeitungstechnik ist zeitraubend und mühsam,  und nur roter oder blauer Ton wird als geeignet angesehen.

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Ab:

49.00
Informationsanfrage
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